Mein Weg war keine gerade Linie
Ich kenne sehr unterschiedliche Seiten des Lebens nicht nur aus Büchern. Nach der Schule und vor dem Studium arbeitete ich ein Jahr in einem Krankenhaus und half bei der Pflege von Patienten. Später arbeitete ich auf dem Bau in einem kleinen Unternehmen, als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem renommierten Unternehmen, lange Zeit in der Essensauslieferung und anschließend viele Jahre als Ingenieur in einem großen internationalen Prüf- und Zertifizierungsunternehmen. Es gab auch Zeiten, in denen ich kaum wusste, wie es weitergehen sollte, beinahe ohne festen Wohnraum dastand und auf staatliche Unterstützung angewiesen war, um meine Familie zu versorgen. Mehr als einmal musste ich praktisch wieder von vorn anfangen.
Eine Zeit, in der ich kaum wusste, was ich wollte
Nach dem Umzug nach Deutschland und der Scheidung meiner Eltern verbrachte ich in meiner Jugend lange Zeit in einer depressiven und apathischen Phase. Auf die Frage „Was willst du?“ antwortete ich meistens: „Ich weiß es nicht.“ Um wenigstens etwas Freude zu finden und mich abzulenken, flüchtete ich mich immer stärker in Videos, Fernsehen und Computerspiele. Diese Wunden aus Kindheit und Jugend saßen tief. Manchmal tauchen auch heute noch Situationen und Gefühle aus dieser Zeit auf. Sie berühren mich jedoch immer weniger, weil ich versuche, ihnen bewusst zu begegnen, sie zu durchleben und wieder gehen zu lassen, statt sie erneut zu unterdrücken.
Eine erste Erfahrung schon als Kind
Als ich ungefähr neun oder zehn Jahre alt war, zeigte mir ein Junge, wie er Energie zwischen seinen Händen wahrnahm. Er erzählte mir, dass er zu seinem Großvater fahren würde, um dort weiße Magie zu lernen. Von da an übte ich dieses Gefühl immer wieder und dachte, wie schön es wäre, selbst einen solchen Großvater zu haben, der mir weitere Praktiken zeigen könnte. Einen solchen Lehrer hatte ich nicht. Später musste ich mein Wissen deshalb Stück für Stück aus Büchern, eigenen Erfahrungen und Seminaren zusammensetzen, an denen ich teilnehmen konnte.
Von Stressabbau zu spiritueller Praxis
Mein spiritueller Weg begann nicht nur mit Religion. Eine wichtige Rolle spielten ganz praktische Wege, Stress und innere Spannung abzubauen: progressive Muskelentspannung, energetische Übungen, Praktiken von Reisen im Astralkörper und vieles mehr. Mit der Zeit lernte ich Reiki, Qigong, Tai Chi, ThetaHealing, die Blume des Lebens, Kundalini-Praktiken, Yoga, Schamanismus, Tensegrity und weitere Richtungen kennen.
Nach und nach erkannte ich, dass sehr unterschiedliche Systeme oft über ähnliche menschliche Erfahrungen sprechen, dafür aber andere Wörter, Bilder und Modelle verwenden. Ich begann, Parallelen zu sehen, Übungen an mir selbst zu prüfen und das miteinander zu verbinden, was mir tatsächlich half, bewusster zu fühlen, mich besser zu verstehen und klarer zu handeln. Daraus entwickelte sich Schritt für Schritt ein zusammenhängender Ansatz, den ich EnergoInformatics nannte. Für mich setzt dieser Weg keine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, Schule oder Methode voraus.
Viele innere Zustände kenne ich aus eigener Erfahrung
Im Laufe meines Lebens habe ich sehr unterschiedliche Bewusstseinszustände kennengelernt – von fast vollständiger Kraftlosigkeit, Apathie und depressiven Phasen bis zu tiefer Annahme, innerer Stille und Momenten von Glückseligkeit. Besonders die letzten Zustände sind mir wichtig. Intensiver begegnet bin ich ihnen während und nach Seminaren und Retreats sowie in Erfahrungen, die ich selbst als Erwachen erlebt habe. Dieser Kontrast prägt heute auch meine Begleitung: Ich möchte einem Menschen nicht erklären, was er fühlen soll, sondern ihm helfen, selbst wahrzunehmen, was in ihm geschieht, eigene Erfahrungen zu machen und herauszufinden, was sich in seinem Leben wirklich bewährt.
Ich habe mein Leben mehr als einmal neu begonnen. Deshalb möchte ich niemandem sagen, wie er leben soll, sondern Werkzeuge weitergeben, mit denen ein Mensch sich selbst besser wahrnehmen und seinen nächsten Schritt bewusster wählen kann.

